Beliebte Rohstoff CFDs

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Geschichtlich betrachtet wurde schon in der Antike mit Rohstoffen gehandelt. Im heutigen Irak, ehemals Sumer genannt, gab es bereits zwischen 4500 und 4000 vor Christus eine Rohstoffbörse. Ansässige Händler zahlten ihren Ziegenhandel mit Marken aus Ton, die als Tauschwährung dienten. Ein weiteres Beispiel für den Rohstoffhandel finden wir in Japan, als dort im 17. Jahrhundert Reistickets ihre Anwendung fanden. Diese wurden durch Händler genutzt, um die Reisvorräte an interessierte Kunden zu veräußern.

Rohstoffe, was verstehen wir genau darunter?

Rohstoffe sind Gegenstände oder Materialien, die in Gewerbe, Produktion oder Energiegewinnung eingesetzt werden. Durch Bearbeitung, Umwandlung oder Nutzung ergeben sich Produkte, die in Form von Waren oder Dienstleistungen auf dem Markt angeboten werden. Die Rohstoffe für Schokolade sind zum Beispiel Kakao, Zucker und Fett.

Der Unterschied von Rohstoffen zu Gütern ist der, dass sie bestimmten Standards entsprechen und beliebig ausgetauscht werden können. Für die Wirtschaft bedeutet dies, dass zwei komplett gleiche Rohstoffeinheiten von unterschiedlichen Herstellern oder Erzeugern kommen und trotzdem die gleiche Qualität und Wertigkeit aufweisen.

Der Rohstoffmarkt und seine 4 Rohstoffschwerpunkte

Rohstoffe mit denen gehandelt wird, werden entweder angebaut, produziert oder gewonnen. Zucker, Kaffee oder Kakao gehören z.B. zu den landwirtschaftlichen Rohstoffen. Eine Fülle von weiteren Rohstoffen wird an Rohstoffbörsen gehandelt. Die Situation im Rohstoffhandel wirkt sich direkt auf Kapitalmärkte aus. Ein Indikator ist die Entwicklung der Ölpreise, aber auch Agrarrohstoffe oder Metallhandel, wirken sich auf die Finanzwelt aus. Der Rohstoffhandel (Commodity Trading) definiert sich über vier Kategorien, nach denen Rohstoffe zugeordnet werden:

  1. Landwirtschaftliche Rohstoffe wie Kaffeebohnen, Zucker, Baumwolle, Holz und andere Rohstoffe die aus einem Anbau und einer Ernte stammen
  2. Energierelevante Rohstoffe wie Öl, Gas und Kohle
  3. Metalle, die sich in Edel- und Basismetalle aufteilen. Zu den Edelmetallen werden Gold, Silber, Platin gezählt und zu den Basismetallen beispielsweise Kupfer
  4. Tiere, Lebensmittelrelevantes Viehzeug wie Rinder, Schweine, Geflügel und Fleischprodukte

Handelbare Rohstofftypen

Agrarrohstoffe:

  • Robusta-Kaffee
  • Arabica-Kaffee
  • Kakao
  • Orangensaft
  • Baumwolle
  • Weißzucker
  • Rohzucker

Rohstoffe aus dem Energiesektor:

  • Erdgas
  • Rohöl der Sorte WTI
  • Rohöl der Sorte Brent

Edelmetalle

  • Gold
  • Silber
  • Platin
  • Palladium

Industriemetalle

  • Kupfer
  • Aluminium
  • Zink

Edelmetalle, die laut Definition gegen Korrosion unempfindlich sind, wie Gold und Silber, aber auch Palladium und Platin sind begehrte Tradinggüter und erleben einen regen Umschlag. Private Anleger interessieren sich dabei vor allem für den Goldpreis. Spekulanten hoffen auf drastischen Anstieg des Goldpreises.

Die Industriemetalle sind für Anleger interessant, wenn sie in entsprechende Unternehmen investiert haben. Blei, Kupfer, Aluminium, Zink, Zinn und Nickel stehen bei diesen Rohstoffen besonders im Fokus der Anleger.

Agrarrohstoffe konnten bislang noch nicht so die Begehrlichkeiten von privaten Anbietern wecken. Die Soft Commodities Weizen oder Zucker sind in den Finanznachrichten zwar öfter im Gespräch. Agrarprodukte wie Kaffee, Mais, Kakao, Baumwolle oder Orangensaft hingegen schaffen es jedoch nur selten in entsprechende Börsenberichte. Eigentlich unverständlich, denn das Transaktionsvolumen von Kaffee ist mit 20 Milliarden US Dollar direkt nach dem Erdöl auf Platz 2 der Handelsvolumenrangliste angesiedelt.

Nachwachsende Agrarrohstoffe werden vor allem von Anlegern gehandelt, die in Rohstoffe investieren, dabei aber auf fossile Energiegewinnung und nukleare Ressourcen verzichten möchten. Diese nachhaltigen Investitionen sind mit Zucker, Holz, Pflanzenölen etc. möglich.

Der Handel am Rohstoffmarkt

Es gibt bei den Rohstoffen wahre Verkaufsschlager und auch die Angebote, die weniger gehandelt werden. Futterviel beispielsweise findet nur Abnahme bei Viehzüchtern und Vertriebsgesellschafen und bieten für die meisten Anleger keine sonderliche Themenrelevanz. Entsprechend ist die Tradercommunity relativ klein und die Handelsaktivitäten in dem Bereich sind überschaubar.

Eine Rohstoffbörse ist die Chicago Mercantile Exchange. Zahlen zeigten, dass der Futtermittelmarkt mit 1365 Handelsabschlüssen im November 2018, kaum relevant fürs Trading ist. Im Vergleich dazu schafft es Ölhandel auf 866.628 Abschlüsse in einem Monat (Zahl liegt dem Monat 12/2018 zugrunde). Das liegt an den Bohrfirmen, die Öl fördern und verkaufen und Dienstleistungsunternehmen wie Tankdienstleister und Fluggesellschaften, die es einkaufen. Teilweise treffen hier Spekulanten und Unternehmen aufeinander, die mit den Tradings den Ölpreis beeinflussen. Fluggesellschaften und Firmen wie Shell oder BP wollen durch große Käufe gute Konditionen aushandeln und ihre Treibstoffkosten damit optimieren.

Selbst Rohstoffhandel betreiben

Kaufen an der Quelle und dann weiterverkaufen, wäre eine Art in den Handel mit Rohstoffen einzusteigen. Doch Erzeuger oder Produzenten von Zucker oder Rohöl zu finden ist für private Anleger gar nicht so leicht. Zudem sind Kenntnisse der aktuellen Preise und Entwicklungen gefragt, damit günstig eingekauft und profitabel verkauft werden kann. Die Käufer müssen gesucht und die Rohstoffe in der Zwischenzeit gelagert werden. Je nach Rohstoff ist die verlustfreie Lagerung schwierig und die Verkaufseinheiten bei den Produzenten sind groß. Zucker wird beispielsweise in 122 tausend Pfund Einheiten verkauft. So eine Lagerfläche können die wenigsten Anleger vorweisen.

Rohstoffe unterliegen oft großen Schwankungen. Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt. In ernteschwachen Jahren ist die Nachfrage größer als das Angebot, und die Preise sind gut, gibt es Rohstoffe im Überfluss hat der Anleger das Nachsehen, was den Preis angeht. Im Fachjargon werden diese Schwankungen als Volatilität bezeichnet. Im Trading auf dem Finanzmarkt ist die Volatilität nicht ganz so ausgeprägt, daher hat sich das Trading mit Aktien und Staatsanleihen für private Anleger mehr ins Interesse rücken können.

Trading via Broker

Seit den eingangs erwähnten Ziegenmarken hat es eine rasante Entwicklung im Trading gegeben. Die Anzahl an Rohstoffen und Produkten ist gestiegen, statt einzelner Personen traden Institutionen und große Investoren. Der virtuelle Handel hat Einzug gehalten an den Rohstoffbörsen. Das bedeutet, der Trader kann weit vor einer Lieferung Verträge abschließen und spekulieren, dass die Preise bis dahin steigen und er einen satten Gewinn einstreichen kann. Produkte werden nicht mehr physisch zugestellt, sondern der Handel findet mit den Verträgen statt. Rohstoff Futures werden diese Termingeschäfte auch genannt.

Das Rohstoff Trading lebt von unterschiedlichen Futures und kann einen ungeübten Anleger leicht verwirren. Wer nicht genau prüft, wie einzelne Lieferzeiten oder Kaufgrößen sind, kann schnell auf Unmengen an Rohstoffen sitzen oder zu viel für wenig bezahlen. Denn jeder Terminkontrakt hat eigene Regeln.

Preisbildung und Kursbestimmung am Rohstoffmarkt

Die Faktoren der Preisbestimmung sind bei jedem Rohstoff individuell und richten sich immer nach dem Angebot und der Nachfrage. Knappheit treibt den Preis hoch und Überfluss führt zu Preissenkungen. Haltbarkeit des Produkts und Kosten für die Lagerhaltung fließen hier ebenfalls mit ein. Verderbliche Rohstoffe mit begrenzter Haltbarkeit müssen im Rahmen von bestimmten Fristen verkauft werden, weil sie sonst unbrauchbar werden. Daher können Preise auch saisonal schwanken. Kriege, Klima und Wetter beeinflussen die Preisgestaltung ebenfalls. Doch auch die Einflussnahme von Staaten wirken sich unter Umständen dramatisch aus.

Ein Beispiel ist der Iran, gegen den der US-Präsident Donald Trump im August 2018 erneute Sanktionen verhängte. Daraufhin durfte der Iran – der übrigens auf Rang 4 der Länder mit den größten Ölreserven logiert, sein Öl nicht mehr uneingeschränkt veräußern. Ein großer Lieferant fiel bei gleichbleibender Nachfrage weg. Die Auswirkungen waren direkt zu spüren. Stichtag für die Sanktionsverhängung war der 6. August – ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass der Ölpreis am Folgetag um 900 Punkte stieg. Allerdings fiel er dann auch recht bald wieder.

Die Volatilität der Rohstoffe deren Herkunft in politischen Gebieten angesiedelt sind, die von Krisen geschüttelt oder Spannungen zwischen Regierungen beeinflusst sind, können in der Preisbestimmung von Regierungsbeschlüssen abhängen. Agrarrohstoffe sind wiederum von Klimakatastrophen und abnormalen Wetterbedingungen abhängig, die sich hier auf die Preise auswirken.

Ein Indikator für die Rohstoffpreise ist das Weltwirtschaftswachstum. Entwicklungen in Ländern wie den USA oder China haben deutliche Auswirkungen auf den Rohstoffhandel. Speziell Industrierohstoffe unterliegen hier einer besonderen Abhängigkeit, weil beide Nationen Industriestaaten sind.

Hinzu kommt, dass das Intervall zwischen steigender Nachfrage nach einem Rohstoff und der Regulation auf das normale Niveau, bis zu einigen Jahren andauern kann. Wird beispielsweise Kupfer zeitweise extrem viel nachgefragt, werden die Produktionskapazitäten ausgeweitet. Doch es kann nur so viel produziert werden, wie auch zur Verfügung steht und neue Kupfervorkommen werden nicht jeden Tag entdeckt. So dass sich Verzögerungen vom Zeitpunkt der verstärkten Nachfrage bis zum Ausgleich des Angebots ergeben.

Klima-, wetter- und wachstumsabhängige Rohstoffe können ebenfalls nur bedingt beeinflusst werden, was das Angebot angeht. Frühe Blühzeiten und Nachtfröste vermindern den Ertrag ebenso wie Hagelschauer oder Stürme. Entsprechend können Knappheiten zu zeitweisen Preisaufschlägen in enormen Höhen führen. Vorausschauende und schnell reagierende Investoren können in diesen Situationen profitieren.

Weitere Aspekte, die die Nachfrage beeinflussen

Das Konsumverhalten von Verbrauchern ändert sich. Entsprechend kann die Nachfrage nach Rohstoffen in verschiedenen Sektoren beeinflusst werden. Auch ökonomische Entwicklungen in Staaten oder bei den Endverbrauchern, wirken sich auf die Kauflust und den Bedarf nach Rohstoffen aus. Erkenntnisse aus der Wissenschaft, die für viele Menschen zugänglich sind, können Gesundheitsbewusstsein und damit Kaufverhalten und Konsum verändern. Am Beispiel Zucker ist dies in den letzten Jahren sehr deutlich sichtbar.

Die Nutzung von großen Mengen an Zucker ist bei vielen Menschen und auch Produzenten im Lebensmittelbereich deutlich zurückgegangen, seit bekannt ist, wie sich Zucker auf die Gesundheit auswirkt. Die Zuckerpreise haben sich daher seit etwa 10 Jahren ein Auf und Ab geliefert. Ab 2010 sank der Preis und ab September 2015 wirkte es ein Jahr lang so, als würde sich der Zuckerpreis wieder erholen. Es gab Befürchtungen, dass Zucker knapp werden könnte, weil der größte brasilianische Zuckerproduzent einen Angebotsrückgang hatte. Doch der Schein hielt sich nicht aufrecht. Letztendlich gibt es bis heute einen Rückgang bei den Zuckerpreisen, weil auch bei den Nachfragen eine Verknappung eingesetzt hat.

Unser Tipp: Um das Traden von Rohstoff CFDs unter realen Bedingungen testen zu können, bietet Ihnen der Broker Plus500 ein unentgeltliches Demo-Konto. Mit diesem können Sie mit Spielgeld den Handel von Rohstoff CFDs unbegrenzt durchspielen, bis Sie ausreichend Erfahrung erlangt haben, um mit echtem Geld kaufen und verkaufen zu können.

Risikohinweis: CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Verwenden Sie daher nur Gelder, deren Verlust Sie sich auch leisten können. Bis zu 76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit Plus500. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Lesen Sie dazu auch unseren Risikohinweis.